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Berufsethik

Auch wenn es eine Selbstverständlichkeit ist:

Im Focus der anwaltlichen Tätigkeit steht die Berufsethik der Rechtsanwaltschaft.

Rechtsanwälte sind nach den Vorschriften des Bundesrechtsanwaltsordnung unabhängige Organe der Rechtspflege.

Auch wenn das Berufsbild heute um die Begriffe Interessenvertreter und Unternehmer zu ergänzen sind, wie der Journalist Joachim Wagner in seinem Werk "Vorsicht Rechtsanwalt Ein Berufsstand zwischen Mammon und Moral" darlegt, so darf die ursprüngliche Bestimmung des Anwaltes nicht vergessen werden.

Aus jahrelanger anwaltlicher Tätigkeit ist die Erfahrung gewachsen, dass Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit nicht immer Grundlage der außergerichtlichen und gerichtlichen Verhandlungen sind.

Dies ist umso bedauerlicher, da es oftmals so erscheint und manchmal auch so ist, dass Mandanten, für die Wahrheit und Sachlichkeit eine tragende Rolle spielen, diejenigen sind, die vor Gericht das Nachsehen haben können, vor allem dann, wenn die Gegenseite alle - auch unlautere - Register zieht.

Dies hat nichts damit zu tun, dass Gerichte denjenigen, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, eher glauben, sondern damit, dass das deutsche Prozessrecht demjenigen Recht gibt, der in der Lage ist, seine Behauptungen zu beweisen. 

Die Frage der Beweisbarkeit als Barometer der Wahrheit hat sicherlich Sinn vor dem Hintergrund, dass eine Rechtsordnung objektive Maßstäbe braucht, um Konflikte zu lösen. Hieran ist auch nichts auszusetzen.

Nicht akzeptabel ist es aber, Parteivortrag und Beweisführung losgelöst vom Wahrheitsgehalt zu konstruieren, Parteivortrag, Zeugen- und Parteivernehmung zu manipulieren, um einen Prozess zu gewinnen. 

Anwälte wissen, worauf es ankommt. Dies geht einher mit dem Wissen, an welcher Stelle welcher Vortrag, welche Aussage "günstig" oder "ungünstig" für den mutmaßlichen Ausgang des Verfahrens ist.

Ich habe mich dazu entschieden, alle für Sie günstigen Umstände herauszuarbeiten und diese für Sie vorzutragen - dies ist auch meine berufliche Verpflichtung -, allerdings ohne etwas zu "erfinden" oder Zeugen zu "briefen".

Damit uns hieraus kein Nachteil entsteht (welch irrwitzige, aber reale Vorstellung), werden wir:

- den Sachverhalt detailliert und gründlich erforschen,

- Ihre Rechtsposition und die Erfolgsaussichten betrachten, 

- Unsicherheiten und Risiken besprechen und  

- gemeinsam entscheiden, welche legitimen Mittel existieren, um Ihr Recht     durchzusetzen. 

Selbstverständlich werden auch wir uns "taktisch klug" und "prozessual geschickt" verhalten, aber nicht ohne die Wahrheit aus dem Blick zu verlieren.

In diesem Sinne freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen.

 

Prof. Dr. Petra Schlautkötter

Rechtsanwältin